ZIVILER FRIEDENSDIENST Österreichische und europäische Perspektiven
25. September 2008, 18:00 Uhr Albert-Schweitzer-Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Unter Zivilem Friedensdienst wird die Entsendung von speziell ausgebildeten Friedensfachkräften in Krisengebiete zur Bearbeitung von Konflikten in allen Konfliktphasen verstanden. Zivile Friedensdienste werden von Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern durchgeführt und staatlich gefördert.
In der Regierungserklärung von 2007 verpflichtete sich die österreichische Bundesregierung, „dafür [zu] sorgen, dass die notwendigen organisatorischen, rechtlichen und budgetären Vorkehrungen getroffen werden, um eine rasche Entsendung von österreichischen Expertinnen und Experten aus [...] relevanten Nichtregierungsorganisationen zu Einsätzen des zivilen Krisenmanagements sicherzustellen“ (Kap. Äußere Sicherheit und Landesverteidigung). In Deutschland existiert dafür seit 1998 als geeignetes Instrument der Zivile Friedensdienst.
Im Zentrum der Diskussion stehen einerseits der Vergleich unterschiedlicher europäischer Ansätze in Bezug auf die zivile Komponente im Umgang mit internationalen Krisen, andererseits der Stellenwert der Zivilen Friedensdienste aus Sicht der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU.
Die Ergebnisse dieser Diskussion sollen dazu beitragen, konkrete Umsetzungsmöglichkeiten des Zivilen Friedensdienstes in Österreich zu finden.
Angesichts der bevorstehenden Nationalratswahlen werden ggf. weitere friedenspolitisch relevante Themen zur Sprache kommen.
